Ernährung und Autismus

Eine neurogenetische und ernährungsmedizinische Sicht

Prof. Dr. Nelson Annunciato, Neurowissenschaftler und Ernährungsmediziner (BRA)

Ist Autismus eine neurologische Störung oder eine Summation von Störungen, die neurologische Folgen haben?
Dieses Webinar erläutert, welche möglichen Faktoren dazu beitragen können, dass mehr und mehr Kinder mit Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) diagnostiziert werden. Es wird nicht nur das Verständnis des breiteren autistischen Spektrums erleichtern, sondern auch als Anreiz für Prävention und neue therapeutische Anwendungen dienen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation gehört Autismus zu einer Gruppe von Entwicklungsstörungen. Er wird von Ärzten, Forschern, Familien und Menschen mit Autismus als angeborene, unheilbare Erkrankung des Gehirns, welche die Wahrnehmung und Informationsverarbeitung beeinträchtigt, die sich in der Kindheit manifestiert, beschrieben. In den letzten Jahren zeigen aber viele Forschungen und Publikationen, dass es sich nicht nur um eine reine primäre, neurologische Störung handelt, sondern um eine Summation von Störungen, die letztendlich neurologische Folgen aufzeigen.
Neuroinflammationen können demnach die Folge von verschiedenen Stresssituationen (die ganz oft im Darm beginnen), Mängeln an Mikronährstoffen, schlechter Anwendung von Hormonen, Schwäche des Immunsystems und mitochrondrialen Störungen sein. Wenn diese Faktoren vermieden oder verbessert/reguliert werden, erschweren wir die Entstehung von Autismus und verbessern die Lebensqualität der Menschen mit ASS.
 
Inhalte des Webinars:
- Ist Autismus eine Hirnstörung oder ein Syndrom, das das Gehirn betrifft?
- chronische subklinische Entzündungen, Neuroinflammation
- mögliche Ursachen von Autismus: genetische versus Umweltfaktoren
- Heilung versus Verbesserung der Lebensqualität bei ASS
- Viele Individuen mit ASS haben einen niedrigen Zink-Pegel.
- die Wirkung von Omega-3 bzw. DHA auf die Nervenzellen
- die Rolle und Wichtigkeit des Vitamins D3 in der Schwangerschaft: Schwerpunkt Immunsystem
- Autismus als Autoimmunerkrankung?
- Viele Individuen mit ASS haben mitochondriale Störungen: Worauf ist dabei zu achten?
- Die Rolle der Darmbakterien, Laktose, Kasein und Gluten: Was passiert im Darm von Menschen mit ASS?
In diesem moderierten Webinar werden Sie, anders als bei unseren Online-Seminaren, NICHT mit Bild und Ton zugeschaltet. Interaktion ist dennoch möglich, da über die Moderation Raum für Fragen und Diskussion eingeplant ist.
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Weiterführende Informationen
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Freie Plätze !

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    2410-ON-TMB
    Online
    MI, 06.03.2024 | 18:00 - 20:15
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Prof. Dr. (BRA) Nelson Annunciato arbeitete und forschte nach seinem Studium sechs Jahre lang...
Kurzbiographie: Prof. Dr. Nelson Annunciato, Neurowissenschaftler und Ernährungsmediziner (BRA)
Prof. Dr. (BRA) Nelson Annunciato arbeitete und forschte nach seinem Studium sechs Jahre lang als Assistent an der Universität in São Paulo (Spezialfach Biomedizin in der Abteilung für funktionelle Neuroanatomie), wo er sich mit der Erforschung des Nervensystems befasste. Zwischen 1989 und 1991 setzte er seine Hirnforschungen am Institut für Anatomie an der Medizinischen Universität zu Lübeck fort. Von 1996 bis 1998 befasste er sich (Post-Doc) an der Deutschen Akademie für Entwicklungsrehabilitation in München mit dem neurologischen Rehabilitationsprogramm (Regenerationsvermögen des Nervensystems). Ab 1999 erforschte er als Privatdozent an der Universität Mackenzie in São Paulo, Brasilien, die Entwicklungsstörungen des kindlichen Gehirns. 2001 erhielt er dort einen Lehrstuhl als Professor und Leiter der Abteilung für Entwicklungsstörungen. Von 2004 bis 2010 hatte er die wissenschaftliche Leitung des ZiFF (Zentrums für integrative Förderung und Fortbildung) in Essen. Darüber hinaus war er von 2009 bis 2016 Gastprofessor an der Universität in Murcia, Spanien. 2018 absolvierte er eine Postgraduale Ausbildung über Ernährungsmedizin mit Schwerpunkt auf der Prävention und Behandlung von Krankheiten in Zusammenhang mit dem Alter an der Universität Uningá, Brasilien. Seit 2019 ist er als wissenschaftlicher Berater in der Forschungsgruppe Dr. Feil tätig.
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