Fahrplan für die Therapie semantisch-lexikalischer Störungen

Carolin Carles, Logopädin, Klinische Linguistin M.Sc.

Für die Therapie von semantisch-lexikalischen Defiziten im Rahmen einer Sprachentwicklungsstörung existieren verschiedene, teils evidenzbasierte Methoden. Dabei kann die Ableitung der Therapieinhalte, je nach theoretischer Auslegung, anders ausfallen. In der Praxis fällt auf, dass nicht jedes Kind in einer semantisch-lexikalischen Therapie die gleichen Erfolge erzielt. Dies kann zum einem an den Fähigkeiten des Kindes liegen, zum anderen an der Methodenauswahl. Um das Therapievorgehen von semantisch-lexikalischen Störungen übersichtlicher und möglichst erfolgreich zu gestalten, kann modellorientiert vorgegangen werden.
In dem Seminar werden semantisch-lexikalische Störungen nach dem Dell-Modell (Rupp, 2013) in Störungsschwerpunkte eingeteilt. Damit lassen sich Interventionsziele und entsprechend einsetzbare Methoden ableiten. Je nach Störungsschwerpunkt werden nonverbale, paraverbale und / oder verbale Fähigkeiten therapiert. Unter Einbezug des aktuellen Forschungsstandes werden ganzheitliche sowie sprachspezifische Methoden während des Seminars vorgestellt. Die Ableitung der Störungsschwerpunkte sowie Anwendung der Methoden, wie zum Beispiel die Inputtherapie, das Modellieren oder die Anbahnung des Funktionsspiels, werden in praxisnahen Übungen erprobt und durch Fallbeispiele veranschaulicht.
 
Am Ende des Seminars können Sie folgende Fragen beantworten:
• Welche Störungsschwerpunkte mit welchen Leitsymptomen semantisch-lexikalischer Defizite existieren?
• Welche Interventionsziele verfolge ich bei den verschiedenen semantisch-lexikalischen Störungsschwerpunkten?
• Welche sprachtherapeutischen Methoden kann ich modellorientiert bei welchem Kind einsetzen?
Halten Sie gerne Ihre Fallbeispiele oder Therapiematerial bereit, diese werden dann im Seminar berücksichtigt.


Nach Erreichen der Mindestteilnehmerzahl erhalten Sie von uns eine E-Mail mit der Rechnung und einem Einladungslink zur Teilnahme bei Zoom.

Technische Voraussetzungen: Wir empfehlen die Teilnahme am Seminar mit einem Laptop oder Computer, da hier der Bildschirm am größten ist und die technische Ausführung am einfachsten ist. Wenn nicht integriert, benötigen Sie zusätzlich eine Kamera/Webcam sowie ggf. Kopfhörer/Headset.

345.00 CHF

Freie Plätze !

    2249-ONA
    Online
    09.12.2022 - 10.12.2022
    FR 08:30 - 17:45
    SA 08:30 - 16:00
    8
    9
Carolin Carles, M.Sc. Linguistik, arbeitet seit 2012 als wissenschaftliche Mitarbeiterin,...
Kurzbiographie: Carolin Carles, Logopädin, Klinische Linguistin M.Sc.
Carolin Carles, M.Sc. Linguistik, arbeitet seit 2012 als wissenschaftliche Mitarbeiterin, Hochschuldozentin und als stellvertretende Studiengangsleitung im Studiengang Logopädie der Hochschule Fresenius Hamburg.
Nach ihrem Logopädiestudium an der Hochschule Fresenius und neben ihrem Masterstudium in Klinischer Linguistik arbeitete sie in einer logopädischen Praxis sowie mehreren Bildungseinrichtungen, bis sie 2011 wissenschaftlich an der Universität Bielefeld tätig wurde. Ihr therapeutischer und wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt auf der Arbeit mit Kindern, welche eine Sprachentwicklungsstörung im Rahmen weiterer Einschränkungen aufweisen. Weitere Forschungsfelder sind: Bilingualität, Pragmatik sowie Sprachentwicklung und ihre Störungen.
Kannengieser, S. (2019). Sprachentwicklungsstörungen. Grundlagen, Diagnostik und Therapie....
Quellenangaben:
Kannengieser, S. (2019). Sprachentwicklungsstörungen. Grundlagen, Diagnostik und Therapie. München: Elsevier.
Rupp, S. (2013). Semantisch-lexikalische Störungen bei Kindern. Berlin: Springer.
Siegmüller, J., & Kauschke, C. (2013). Patholinguistische Therapie bei Sprachentwicklungsstörungen (PLAN). München: Urban & Fischer.
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