Musiktherapeutische Elemente in der logopädischen Kindertherapie

Maria Grohmann, Logopädin, Musiktherapeutin

Musik wirkt. Wir alle kennen das. Sie begeistert und berührt. Sie fasziniert und lässt uns mitwippen und -klatschen und weckt Erinnerungen. Musik bedeutet Ausdruck, Kommunikation, Freude und lässt viele Dinge manchmal einfacher erscheinen. Es ist möglich, auf unterschiedlichen Entwicklungsebenen schon im frühesten Alter mit musikalischen Elementen zu improvisieren, sie gezielt in die Förderung einzusetzen, ohne Kindern ein Gefühl des Übens vermitteln zu müssen. Vielmehr entwickelt sich durch das gemeinsame Musizieren, Singen oder durch elementar-rhythmische Angebote ein freudvoller Umgang mit neuen Lerninhalten. Besonders im Bereich sprachtherapeutischer Interventionen ist es lohnenswert, mit vielfältigen musikalischen Inhalten Wortschatz, Artikulation, Grammatik sowie Kommunikationsverhalten spielerisch zu fördern.
 
Während der zweitägigen Onlineweiterbildung werden praxisnahe Anwendungsmöglichkeiten vermittelt, die sich gut in die Therapie von Sprachentwicklungsstörungen einbinden lassen, und die dahinterstehenden theoretischen Aspekte verdeutlicht. Im Zentrum stehen dabei die Förderung und die ressourcenorientierte Arbeit auf allen linguistischen Ebenen der Sprache (Wortschatz, Grammatik, Artikulation und Kommunikation) in Verbindung mit elementaren musikalischen Mitteln. Dabei wird eine Verknüpfung zu musiktherapeutischen Methoden erstellt, um die positiven Wirkungen von Musik auf Kinder innerhalb der logopädischen Therapie nutzbar zu machen. Um kreativ zu werden und Zusammenhänge zu verstehen, werden unterschiedliche Instrumente und Materialien ausprobiert und auf vielleicht neue Art und Weise variiert. Neben den folgenden theoretischen Grundlagen ist ein hoher praktischer Anteil ein wichtiger Leitgedanke dieser Fortbildung.
 
- Einblick in Musiktherapie und musiktherapeutische Möglichkeiten - Definitionen, Handlungsformen, Einsatz in der Logopädie
- Vergleich von Sprache und Musik
- Grundlegende neurobiologische Aspekte der Musikwahrnehmung, des Musizierens und der Produktion von Musik
- zielgerichteter Einsatz musikalischer Mittel in den Bereichen Wortschatz, Phonologie, Kommunikation, Mundmotorik und Artikulation    
- musikalische Bausteine für die sprachtherapeutische Praxis
- musikalisch-kreative Gestaltung von Kinder- und Situationsliedern
- Möglichkeiten der Förderung von Rhythmus
 
Die Teilnehmerinnen sollen sich am Ende der Fortbildung sicher fühlen, musikalische Elemente in ihren Alltag als SprachtherapeutIn einzusetzen, die Verbindung zwischen Sprache und Musik verstanden zu haben und unterschiedliche Gestaltungsideen kennen gelernt haben.
 
Musikalische Vorkenntnisse sind nicht nötig. Bitte halten Sie für den Praxisteil der Weiterbildung Instrumente bereit, die in Ihrer Praxis oder bei Ihnen zu Hause vorhanden sind. Gern gesehen sind auch Alltagsgegenstände (z.B. Kochlöffel, Besteck, Backpapier, Taschentücher, Becher, …)
 
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Technische Voraussetzungen:
Nach erfolgreicher Anmeldung erhalten Sie von uns eine E-Mail mit der Rechnung und einem Einladungslink zur Teilnahme bei Zoom.
Technisch sollten Sie mit einem PC, Laptop oder Tablet ausgerüstet sein. Zusätzlich benötigen Sie einen Kopfhörer/Headset sowie eine Kamera/Webcam.


Nach Erreichen der Mindestteilnehmerzahl erhalten Sie von uns eine E-Mail mit der Rechnung und einem Einladungslink zur Teilnahme bei Zoom.

Technische Voraussetzungen: Wir empfehlen die Teilnahme am Seminar mit einem Laptop oder Computer, da hier der Bildschirm am größten ist und die technische Ausführung am einfachsten ist. Wenn nicht integriert, benötigen Sie zusätzlich eine Kamera/Webcam sowie ggf. Kopfhörer/Headset.

335.00 CHF

Freie Plätze !

    2146-OND
    Online
    19.11.2021 - 20.11.2021
    FR 09:00 - 16:00
    SA 09:00 - 15:15
    7.5
    7
Maria Grohmann ist Logopädin und Musiktherapeutin. In ihrer freiberuflichen...
Kurzbiographie: Maria Grohmann, Logopädin, Musiktherapeutin
Maria Grohmann ist Logopädin und Musiktherapeutin. In ihrer freiberuflichen musiktherapeutischen Tätigkeit arbeitet sie seit 2017 hauptsächlich mit schwerstmehrfach- sowie geistig behinderten Kindern und Jugendlichen zusammen und lässt in die logopädische Therapie von Sprachentwicklungsstörungen und -verzögerungen rhythmische, instrumentale und klangliche Elemente einfließen. Um ihre positiven und wirksamen Erfahrungen in diesem Bereich weiterzugeben, ist sie als Dozentin eines Onlinekurses, als auch in therapeutisch-pädagogischen Einrichtungen tätig. Auf ihrem Blog „Laute(r) Gedanken" teilt sie Augenblicke ihres Therapeutinnenalltags mit ihren Lesern.
Rosemarie Tüpker: „Durch Musik zur Sprache" Stephan Sallar: „Musiktherapie bei...
Quellenangaben:
Rosemarie Tüpker: „Durch Musik zur Sprache"
Stephan Sallar: „Musiktherapie bei Sprach- und Kommunikationsstörungen"
Christine Plahl: „Musiktherapie mit Kindern"
Suse Klein: „Klanggeschichten: Wie man mit Tönen erzählt."
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