Ausagieren oder Satz-Bild-Zuordnung? Zwei Methoden zur Untersuchung des Grammatikverständnisses im V

Ausagieren oder Satz-Bild-Zuordnung? Zwei Methoden zur Untersuchung des Grammatikverständnisses im Vergleich
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    10.7345/prolog-1304264
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Produktinformationen "Ausagieren oder Satz-Bild-Zuordnung? Zwei Methoden zur Untersuchung des Grammatikverständnisses im V"

Melanie Watermeyer, Christina Kauschke

Zusammenfassung: Sowohl in der Spracherwerbsforschung als auch in der Diagnostik von Sprachentwicklungsstörungen spielt die Untersuchung des Grammatikverständnisses eine wichtige Rolle. Zwei dazu häufig eingesetzte Methoden sind das Ausagieren (Aag) und die Satz-Bild-Zuordnung (SBZ). Sie stellen unterschiedliche Anforderungen an das Kind und sind jeweils mit spezifischen Vor- und Nachteilen bezüglich der Testkonstruktion, -durchführung und -auswertung verbunden. Hieraus ergibt sich die Frage, inwiefern die Wahl der Methode das Testergebnis beeinflusst bzw. ob eine der Methoden zur Erfassung von Sprachverständnisleistungen besser geeignet ist als die andere, auch im Hinblick auf das Alter der zu untersuchenden Kinder. In der vorliegenden Studie wurden die Aag- und die SBZ-Methode anhand einer Satzverständnisaufgabe miteinander verglichen. ProbandInnen waren 48 monolingual deutschsprachige, entwicklungsunauffällige Kinder in zwei Altersgruppen (3;0 bis 3;5 und 5;0 bis 5;5 Jahre).
Die Ergebnisse zeigten keine statistisch signifikanten Auswirkungen der Methode auf die Testleistung, d. h. die Unterschiede zwischen den Verfahren hatten keinen wesentlichen Einfluss auf die Testergebnisse der Kinder. Zudem erwiesen sich beide Methoden als entwicklungssensitiv, da sich mit beiden altersbedingte Verbesserungen im Satzverstehen aufzeigen ließen. Bezogen auf die Dreijährigen ergaben sich bei genauerer Betrachtung der Ergebnisse in Zusammenhang mit Verhaltensbeobachtungen jedoch Hinweise auf eine höhere Zuverlässigkeit der Aag-Methode, während die SBZ-Methode hier häufig zu Ratereaktionen führte. Bei den Fünfjährigen erwiesen sich beide Methoden auch in dieser Hinsicht als gleichwertig. Für junge Kinder könnte die Aag-Methode also im Hinblick auf die Verlässlichkeit der Ergebnisse geeigneter sein.
Die Ergebnisse der Studie bieten einen Ausgangspunkt für weitere Untersuchungen mit sprachentwicklungsgestörten Kindern.
 
Schlüsselwörter: Testmethoden, Ausagieren, Satz-Bild-Zuordnung, Grammatikentwicklung, Satzverständnis
 
Abstract: The assessment of children's grammatical comprehension plays an essential role in both experimental research on language acquisition and in the assessment of developmental language disorders. Two prevalent methods used for this purpose are the act-out task and the picture selection task. They differ in their requirements on the child and are characterised by specific advantages and disadvantages concerning the construction, administration, and interpretation of the tests in which they are applied.
This leads to the question as to how far the adopted method influences children's performance, and accordingly, whether one of the methods is better suited to assessing sentence comprehension than the other. An additional question is whether task-specific effects change with age. In the study reported here, act-out and picture selection were, by means of a sentence comprehension task, compared to each other. Subjects were 48 monolingual German-speaking children with normal language development, divided into two age groups (3;0 to 3;5 and 5;0 to 5;5 years). The results showed no statistically significant effects of the methods on test performance, i. e. differences between the procedures had no considerable impact on the children's test results. In addition, both methods proved to be age-sensitive, since age-related improvement of sentence comprehension abilities could be demonstrated with both methods.
Regarding the three-year-olds, however, a detailed analysis of the results and behavioural observations during the test indicated a higher reliability of the act-out method, whereas picture selection seemed to increase the risk of guessing behaviour in this age group. With the five-year-olds, both methods proved to be equally reliable. A tentative conclusion is that the act-out method might lead to more stable results in young children.
The results of the study offer a starting point for further research in language impaired children.
 
Key words: test methods, act-out, picture selection, grammatical development, sentence comprehension
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Dieser Artikel wurde in der Fachzeitschrift Logos veröffentlicht. Ausgabe 4/2013 DOI-Nr....
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Dieser Artikel wurde in der Fachzeitschrift Logos veröffentlicht.
Ausgabe 4/2013 DOI-Nr. 10.7345/prolog-1304264
 
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